Headless CMS – Was ist das? Eine Einführung

Natalie Miller
Natalie Miller
October 8 · 3 Min. Lesezeit
Headless CMS – Was ist das? Eine Einführung

Werfen wir einen Blick aufs Thema "Headless CMS"

Erstens, was bedeutet „Headless“ eigentlich? Der Begriff beschreibt, sehr vereinfacht ausgedrückt, die Entkopplung Ihrer Kunden-Front-Ends (was zum Beispiel ein Shop sein könnte) von Ihrem Back-End-Server.

Zweitens, was ist ein CMS? Die Abkürzung steht für „Content Management System“. Es handelt sich dabei um eine Computersoftware oder -anwendung, die eine Datenbank verwendet, um Text- und Medien-Inhalte zu speichern und zu verwalten.

Und warum verknüpft man nun „Headless“ mit „CMS“? Nun, auf sprachlicher Ebene klingt es zum einen gut und bleibt im Kopf. Aber auch inhaltlich fasst es die Idee und Ihre Vorteile kurz und knapp zusammen:

Der „Headless CMS“ Ansatz bedeutet, dass Inhalte (wie z.B. Texte und Bilder) losgelöst vom Frontend gespeichert werden und es deshalb kein monolithisches Frontend-System gibt. Stattdessen werden kundenorientierte Inhalte flexibel gehalten und können daher in allen denkbaren Kanälen und über jedes Framework veröffentlicht werden. Dieses Vorgehen hat massive Vorteile. Welche das sind? Lassen Sie es uns erklären.

Heutzutage interagieren Ihre Kunden über viele verschiedene Kanäle und Geräte mit Ihrem Unternehmen. Mit einem Headless CMS speichern Sie Ihre Inhalte nicht im jeweiligen Kanal. Stattdessen können Sie in den unterschiedlichen Kanälen auf die zentral gespeicherten Inhalte zugreifen und diese dann maßgeschneidert für jeden Kanal und jede Kundengruppe ausspielen. Dadurch steht es Ihnen auch frei, so viele Kundenkanäle zu bespielen, wie Sie möchten oder eben so viele wie Ihr Unternehmen benötigt. So können Sie zum Beispiel auch auf mobilen Endgeräte passend auftreten, während die Kundenerfahrung in der Oberfläche für Smartwatches eine komplett andere ist.

Es wird noch etwas kniffliger

Es ist wichtig zu beachten, dass Headless CMS auch hohe Anforderungen mit sich bringt. Wenn Sie sich für diesen Weg entscheiden, dann müssen viele Kanäle und Touchpoints angepasst oder von Grund auf neu entwickelt und gestaltet werden. Schließlich kommen die Inhalte für Ihre Website oder Ihren Shop mit Headless CMS über APIs an Ihre Kunden, statt wie vorher direkt aus dem jeweiligen System.

APIs? Was war das nochmal? Ein "Application Programming Interface" ist eine Schnittstelle zur Verbindung von Software Tools. Jedes Headless CMS stellt performante Schnittstellen zur Verfügung, damit die darin gespeicherten Inhalte auch jederzeit schnell und flexibel erreichbar sind.

Wie geht es weiter?

Wir wissen jetzt was der Begriff Headless CMS bedeutet, wir verstehen, dass mit der Einführung technische Herausforderungen auf uns warten, und wir wissen, wie das gesamte System kommuniziert. Aber eine große (wenn nicht die größte) Frage stellt sich noch: Wozu das Ganze?

Die kurze Antwort lautet: Flexibilität! Guter Content ist heute sehr wichtig, um Kunden für Sie zu begeistern und zu binden. Darüber hinaus müssen Sie für Ihre Kunden in unterschiedlichen Kanälen erreichbar sein. Außerdem muss sich jeder Touchpoint einzigartig anfühlen und zu Ihrem Markenimage passen.

Mit einem Headless CMS hat Ihr Technik Team die Freiheit, eine flexible Systemarchitektur für jeden Ihrer Kanäle und Touchpoints zu implementieren, ohne dabei durch technische Limitierungen des CMS aufgehalten zu werden.

Ein weiterer wichtiger Grund ist die Skalierbarkeit! Mit einem Headless CMS können Sie wesentlich schneller neue Kanäle aufschalten und bestehende Kanäle austauschen und so nach Belieben wachsen. Zudem können Sie auch das Frontend bestehender Kanäle wie beispielsweise Ihrer Website mitnehmen und werden nicht von einer starren Benutzeroberfläche eingeschränkt.

Wo fängt man an?

Der nächste Schritt ist sich mit der Auswahl der richtigen CMS-Software zu beschäftigen. Mittlerweile gibt es hier unzählige Anbieter, die jeweils verschiedenen Features für unterschiedliche Anwendungsfälle bieten. An dieser Stelle wollen wir kurz Plattformen wie Contentful, GraphCMS, Builder.io, Storyblok oder Sanity (was übrigens hinter dieser Website steckt) erwähnen, aber die Liste geht natürlich noch lange weiter.

Die Auswahl fällt den Meisten schon aufgrund der Menge an Anbietern schwer. Sollten Sie also Hilfe oder Anleitung benötigen, welche Software speziell für Sie geeignet ist, dann kontaktieren Sie uns gerne! Unsere IT-Experten sind auf Headless spezialisiert und kennen die Vor- & Nachteile der großen CMS-Plattformen.

Wir hoffen, dass wir Ihnen einen guten ersten Einblick ins Thema „Headless CMS“ geben konnten. In Zukunft werden wir in weiteren Beiträgen tiefer in die einzelnen Aspekte einsteigen, also bleiben Sie dabei!

Natalie Miller
Geschrieben von

Natalie Miller

Marketing Manager

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