10 E-Commerce Fachbegriffe und Ihre Bedeutung

Natalie Miller
Natalie Miller
October 29 · 7 Min. Lesezeit
10 E-Commerce Fachbegriffe und Ihre Bedeutung

Komplikationen reduzieren und Verständnis erhöhen - Es ist Zeit für E-Commerce Fachbegriffe!

Hier sind zehn Begriffe, die wir angehen möchten!

Wir alle wissen, dass Fachbegriffe sehr kompliziert sein können. Häufig kommen Sie aus dem englischen oder bestehen aus Abkürzungen, die nicht direkt verständlich sind. Vermutlich haben Sie einige der unten stehenden Begriffe schon einmal an anderer Stelle gehört oder gelesen und sich gefragt, was dahinter steckt. Diese Fachbegriffe zu kennen und zu verstehen hilft Ihnen Ihr Unternehmen weiterzubringen und neue Ideen zu entwickeln.

Aus diesem Grund haben wir uns die Zeit genommen, einige der Begriffe und Konzepte zu skizzieren, die wir in der Vergangenheit schon öfter erklären mussten. Wir hoffen, dass diese Erklärungen Ihnen helfen und vielleicht den einen oder anderen Impuls geben, mit dem Sie Ihr Geschäft weiterentwickeln können.

Es hilft auch, diese Begriffe im Voraus zu kennen, damit Sie immer einen Schritt voraus sind. Denn wie lautet das Sprichwort nochmal? Ach ja: ‚Wissen ist Macht‘!

Total Cost of Ownership (TCO)

Hierbei handelt es sich um eine finanzielle Kennzahl. Das Ziel besteht darin, die tatsächlichen langfristigen Kosten für den Einkauf eines Produkts oder einer Dienstleistung von einem Lieferanten zu analysieren, damit Sie die angefallenen Gesamtkosten verstehen können, anstatt nur den Grundeinkaufspreis zu betrachten.

Inwiefern ist das für E-Commerce relevant? Wenn es um Online-Vertriebskanäle geht, ist die TCO eine sehr interessante Messgröße. Es kann zum Beispiel oft teuer erscheinen, Ihren Online-Shop umzugestalten oder sogar auf eine andere Plattform umzuziehen, wenn Sie nur die anfänglichen Kosten betrachten. Natürlich ist es viel billiger, einfach so weiterzumachen, wie Sie es gewohnt sind (denn das kostet erst einmal nichts). Sie sollten jedoch nicht vergessen, die laufenden Kosten in diesen Vergleich einzubeziehen.

Ein beliebtes Beispiel ist das Aufkommen von SaaS Shop Plattformen wie Shopify oder BigCommerce. Bei diesen entfallen in der Regel ein Großteil der Kosten für Hosting, Updates und Wartung, was den Plattformwechsel zu einer finanziell attraktiven Option machen kann.

Warenkorb/Cart VS Checkout

In diesem Punkt geht es eher um die Abgrenzung zwischen zwei unterschiedlichen Elementen eines Onlineshops: der Warenkorb auf der einen Seite und der Checkout auf der anderen Seite.

Im ‚Warenkorb‘ kann einer Ihrer Online-Besucher alle Produkte sammeln, die er kaufen möchte. Während der Besucher durch Ihren online Katalog stöbert landet so alles, was sie oder er kaufen möchten mit nur einem Klick im Warenkorb.

Im Warenkorb selbst können sie die ausgewählten Produkte dann noch verwalten, ohne die Verpflichtung zu haben, unbedingt alle kaufen zu müssen. Außerdem ist es ein beliebter Ort, um noch weitere passende Produkte anzubieten, um einen noch größeren Warenkorb zu erzielen.

Sobald der Besucher mit seinem Warenkorb zufrieden ist und die darin enthaltenen Produkte kaufen möchte, geht er zum ‘CheckoutÄ weiter. Hier muss der Besucher seinen Namen, oft seine E-Mail-Adresse (normalerweise zur Bestellbestätigung und Nachverfolgung), seine Liefer- und Rechnungs-Adresse sowie seine Zahlungsdetails eingeben. Es geht also ausschließlich um die Abwicklung des Kaufs. Eine Bearbeitung der gewünschten Produkte ist an dieser Stelle nicht mehr möglich.

Conversion Rate Optimierung (CRO)

Die Conversion Rate Optimierung ist auch eine unserer Dienstleistungen, also könnten wir wahrscheinlich ewig darüber reden, aber wir werden versuchen, es für Sie so einfach, unkompliziert und hilfreich wie möglich zu halten.

Es existiert das Missverständnis, dass es einfach eine Reihe von Best Practices gibt, die man umsetzen muss, um eine bessere Conversion Rate zu erzielen. Der Klassiker in dieser Kategorie sind Aussagen wie “der Warenkorb Button muss grün sein”. Es gibt zwar tatsächlich eine handvoll von Tipps und Tricks, die für die meisten Shops funktionieren, aber korrekt implementierte CRO ist viel mehr als das.

Korrekt implementierte CRO ist die Praxis, einen größeren Anteil Ihrer Besucher eine gewünschte Aktion auf Ihrer Website ausführen zu lassen. Diese Aktion kann vom Kauf eines Produkts über die Anmeldung für einen Service bis zum Ausfüllen eines Formulars oder Anklicken eines Links reichen.

In jedem Shop gibt es viele Ansatzpunkte und Möglichkeiten daran zu arbeiten. Daher ist der CRO Prozess immer individuell auf unsere einzelnen Kunden zugeschnitten. Dahinter steht ein wissenschaftlicher Prozess, bei dem wir die Interaktionen der Shop Besucher messen, darauf basierend eine Hypothese aufstellen und testen und diese Tests dann wiederholen, bis eine Verbesserung erzielt wurde.

Das mag immer noch ein bisschen technisch und kompliziert klingen (und das ist der Prozess vermutlich auch). Am Ende stehen dann aber klare Lösungen, die auch sicher eine Verbesserung mitbringen.

Customer Acquisition Cost (CAC)

Auf Deutsch: Kunden Akquisekosten - wenn man diesen Begriff übersetzt ergibt er also recht schnell Sinn. Es handelt sich schlichtweg um die Kosten, die Sie aufbringen mussten, um einen Kunden zu gewinnen - also einen Interessenten zum Käufer zu machen. Es ist wichtig diese Kennzahl zu kennen, denn es ergibt keinen Sinn, einen ganzen Haufen Geld in die Akquise eines Kunden zu investieren, der nur einen Bruchteil dessen einbringt, was er sie gekostet hat.

Natürlich gibt es auch Szenarien, in denen es sich manchmal lohnt, einen neuen Kunden zu gewinnen, auch wenn er die Akquisekosten nicht wieder einspielt. Zum Beispiel wegen der Erfahrung, die Sie in der Zusammenarbeit mit ihm sammeln würden. Oder wenn Sie ein Start-up sind und versuchen am Markt Fuß zu fassen. Dann müssen Sie manchmal einfach durchbeißen.

Im Allgemeinen sollten die CAC jedoch niemals über längere Zeit den Customer Lifetime Value überschreiten. Was ist Customer Lifetime Value? Damit beschäftigen wir uns im nächsten Absatz.

‚Customer Lifetime Value‘ (CLV)

Beim CLV handelt es sich um den durchschnittlichen Wert eines Kunden während seiner gesamten Beziehung zu einem Unternehmen. Dies auszuarbeiten ist von Vorteil, da Sie, sobald Sie es mit dem oben genannten CAC vergleichen, die Rentabilität eines Kunden und die Aussichten des Unternehmens auf ein positives langfristiges Wachstum einschätzen können. Wie berechnet man diese Kennzahl? Nehmen Sie die durchschnittlichen Bestellwert (AOV) aller Ihren Kunden, multiplizieren Sie diese mit der durchschnittlichen Anzahl der Käufe eines Kunden in einem Jahr und multiplizieren Sie diese mit der durchschnittlichen Verweildauer eines Kunden in Jahren.

Durchschnittlicher Bestellwert / Average Order Value (AOV)

Hier erfassen wir den durchschnittlichen Betrag, den ein Kunde pro Bestellung in Ihrem Online-Shop ausgibt. Die Berechnung ist gar nicht so schwer, nehmen Sie einfach den Gesamtumsatz in einem Zeitraum und dividiere ihn durch die Anzahl der Bestellungen im gleichen zeitraum. Auf diese Weise wissen Sie im Durchschnitt, wie viel Sie pro Bestellung erhalten.

SKU

Dieser Begriff fällt häufig im Zusammenhang mit Lagerhaltung und hat hier häufig in jedem Unternehmen eine etwas abweichende Bedeutung. Allerdings ist er auch für E-Commerce Zwecke wichtig und hier sehr eindeutig definiert.

Eine SKU im E-Commerce repräsentiert einen einzelnen Artikeltyp und definiert alle mit dieser spezifischen Einheit verbundenen Unterscheidungsmerkmale, sodass sie genau erfasst und von anderen Artikeln unterschieden werden kann.

Konkret bedeutet das, dass jede Variante eines Stammartikels eine eigene SKU ist. Ein Beispiel: Sie haben schwarze Blazer mit wahlweise weißen Reißverschlüssen oder goldenen Reißverschlüssen auf Lager. Hierbei handelt es sich um einen Stammartikel, aber zwei SKUs.

Social Proof

Auch dieser Begriff gibt recht direkt an, worum es sich handelt. Sie haben Social Proof sicherlich schon mal selbst beim Online Shopping erlebt - sei als ‚Kundenrezensionen‘ oder vielleicht in Form von Testimonials.

Bei Social Proof geht es darum zu beweisen, dass andere Menschen Ihre Artikel gekauft haben und einen Wert in dem Produkt oder der Dienstleistung gefunden haben. So erkennen neue Kunden, dass es sich um eine Angebot handelt, dem Sie vertrauen können.

Social Proof kann sich in sehr vielen Formen darstellen. Auch Aussagen wie “mehr als 3 Millionen Exemplare verkauft”, die sie vielleicht von der Titelseite von Büchern kennen, vermitteln einen Social Proof.

Favicon

Dies ist das Symbol/Logo, das einer bestimmten Website zugeordnet ist. Es dient als visuelle Erinnerung an die von Ihnen besuchte Website und kann in der Adressleiste des Browsers oder auf dem Browser Tab angezeigt werden, damit Ihre Website bei mehreren offenen Fenstern schneller wiedergefunden werden kann.

Denken Sie an das bunte ‚G‘, das Sie sehen, wenn Sie Google in einem Tab geöffnet haben, das schwarze ‚a‘ mit dem gelben ‚Smiley ‚darunter, wenn Sie Amazon geöffnet haben oder die grüne Tasche und das weiße ‚S‘, wenn Sie ‚Shopify‘ geöffnet haben. Dies sind alles ‚Favicons‘ dieser Unternehmen bzw. Webseiten.

‚Multikanal VS Omnikanal‘

Es gibt Dinge, die diese beiden Begriffe gemeinsam haben, und Dinge, die sie voneinander trennen. Gemeinsam haben Sie, dass sie sich mit der Nutzung mehrerer Vertriebskanäle beschäftigen. Der Unterschied besteht darin, dass ‚Multichannel‘ stärker ‚kanalorientiert‘ ist, während ‚Omni-Channel‘ auf den Kunden und sein Kundenerlebnis ausgerichtet ist.

Der Begriff ‚Multichannel‘ setzt sich damit auseinander, dass ein Unternehmen seine Produkte auf mehreren Kanälen verkauf - also zum Beispiel auf seiner Website, bei Amazon und im offline Handel.

Der Begriff ‚Omni-Channel‘ fasst das Thema weiter. Hier geht man von einem Multichannel-Ansatz für den Vertrieb aus, bei dem der Fokus allerdings auf dem Kundenerlebnis und insbesondere der Möglichkeit zwischen den Kanälen zu wechseln liegt.

Bei ‚Multichannel‘ geht es also erst einmal darum Produkte oder Dienstleistungen an möglichst vielen Stellen anzubieten. Bei ‚Omni-Channel‘ geht es darum, ein Nahtloses Kundenerlebnis beim Einkauf in den unterschiedlichen Kanälen zu schaffen.  Omni-Channel wird daher häufig auch als nächste Stufe des Multichannel Vertriebs gesehen.

Wir glauben, dass Sie bei der Arbeit im E-Commerce Umfeld irgendwann mit den obenstehenden Begriffen konfrontiert werden und wir hoffen, dass unsere Erklärungen hilfreich und informativ sind. Natürlich kann man bei allen Begriffen noch ein gutes Stück tiefer einsteigen. Wenn Ihnen also Details dieser Begriffe oder andere E-Commerce Termini unklar sind, senden Sie uns gerne eine E-Mail an hello@especial.digital oder kontaktieren Sie uns über unser Kontaktformular.

Natalie Miller

Natalie Miller

Marketing Manager

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